About

Das forsche Festival zwischen Kunst und Wissenschaft

 

Mensch/Maschine - Frankenstein und Turing Test

9. September, 19 bis 2 Uhr

200 Jahre nach Frankenstein: Die künstlichen Wesen werden Realität. Dieses Jahr dreht sich das Festival ganz um Künstliche Intelligenz und die Mensch-Maschine-Beziehung. Monster oder beste Freunde? Siri und Co. laden zum Spielen, Forschungsroboter treffen auf Digitalkunst.

Detailliertes Programm mit Zeiten

 

Program overview

5 stages, many installations, 7 premieres

Den Programmraster als pdf gibt es hier.

Diskussionsrunde

 

Artificial Personalities

Freitag - 17 Uhr - Panel

Zum Start des Festivals diskutieren wir mit den Künstlern des Festivals und eingeladenen Experten über die Frage, ob Maschinen auch eine Persönlichkeit entwickeln können. Was ist das eigentlich, eine Persönlichkeit? Inwiefern können Maschinen auch eine bekommen - bzw: inwiefern projizieren wir eine in sie hinein? Und welche Rolle spielt dabei die Sprache - hat erst eine sprechende Maschine eine Persona? Mit Susanne Grassmann (Entwicklungspsychologin, Fachhochschule Nordwestschweiz) und Mehdi Norozzi (Machine Learning-Forscher, Uni Bern). (discussion in english) msf16-fb-robot-14

L’écrivain

 

Trailer

 

Programm


Festivalabend

9. September 2016. 19-2 Uhr

@ Naturhistorisches Museum Bern (NMBE)

Become a Game

 

Der Polder

400asa

Last minute-Programmzuwachs: Der Polder macht gemeinsame Sache mit dem Mad Scientist! Marcus, der Chief Development Manager von NEUROO-X, stirbt kurz vor der Fertigstellung des ROTEN BUCHS, einem neuen Gadget, welches das ultimative Spielerlebnis bietet. Ryuko, seine Witwe, taucht über Marcus’ schrottigen Laptop in die paranoide Welt aus Hexen, Terroristen und Magie ein, um ihren Sohn Walterli zu retten. Je mehr sie über das verstörende Geheimnis von NEUROO-X herausfndet, umso mehr verliert auch Ryuko den Bezug zur Realität. Im ersten übergreifenden Transmedia-Projekt der Schweiz können via der App “Der Polder” weitere trashige Sci-Fi-Dystopien erlebt werden: Hörspiele lassen die Zuschauer in die Storywelt von POLDER eintauchen. Am Festivalabend erlebt der Kinofilm seine Berner Premiere und die Figuren des Films werden auch am Festival auftauchen. Im Garten des Museums ereignen sich seltsame Dinge...Was ist Realität, was ist Fiktion? Der Polder im Netz polder

Installation/Presentation

 

François Junod

Le créateur de Pouchkine

Grosse Ehre: Der Automatenbauer aus dem Jura, der als Künstler und Genie der Branche gilt, ist zu Gast am Mad Scientist Festival. Mit Pouchkine hat er den wohl komplexesten je gebauten Automaten geschaffen. Er bringt Werkstücke aus seinem Atelier mit, gibt Einblick in seine Arbeit und zeigt dazu witzige Mensch-Maschinen-Installationen. androide_Pouchkine

Film/Performance – Premiere!

 

Andreas Storm

Sunspring Analyse

Am Mad Scientist Festival zeigen wir den ersten Film, der komplett von einer AI geschrieben wurde, die zuvor mit vierhundert Science Fiction-Drehbüchern gefüttert worden war. Das Ergebnis ist, gelinde gesagt, ungewöhnlich, die Kritiken waren desaströs, der elektronische Autor wurde verlacht. Zu Recht? Oder haben wir ihn, der sich selbst „Benjamin“ nennt, einfach noch nicht verstanden? Haben wir seinen Erstling „SUNSPRING“ wirklich durchschaut? Oder ist er künstlerisch zu radikal? Zeit für eine genaue Analyse des Drehbuchs: hermeneutisch, jungianisch, biblisch, filmwissenschaftlich. Was wollte uns der ergeizige Nachwuchskünstler WIRKLICH sagen? Dazu liefern wir eine Einschätzung einer professionellen Drehbuchberaterin: Soll der Computer weiterschreiben? Oder sich doch besser komplett auf künftige Weltherrschaften konzentrieren? Performer und Dramaturg Andreas Storm beschäftigt sich in seiner Reihe „WORST CASE SZENARIOS“ seit Jahren mit bizarren, schlechten, schlimmen und misslungenden Büchern und meditiert über das Drehbuch von SUNSPRING im Spannungsfeld zwischen Paulo Coelho und Bruno Bettelheim. Sunspring

Installation – Premiere!

 

ad infinitum

Berlin

Ein Parasit nistet sich am Mad Scientist Festival ein, um zu leben zapft er den menschlichen Besuchern Energie ab. Die Medienkünstler Pedro Lopes, Robert Kovacs, Alexandra Ion, David Lindlbauer, and Patrick Baudisch steuern die unheimlichste Arbeit des Festivals bei - ein seltsamer und mit ziemlich viel Hightech bestückter Kasten, der die Kontrolle über allzu unvorsichtige Menschen übernehmen kann. Menschen sind den Maschinen überlegen? Das gilt vielleicht noch, aber vielleicht eben auch nicht mehr allzu lange. ad_infinitum

Performance – Premiere!

 

Ernestyna Orlowska, Tanja Turpeinen, Daniel Klingen Borg

Fruits

Es ist soweit: Künstliche Intelligenz hat den Menschen überholt. Fruits geht in einem SciFi-Szenario der emotionalen Beziehung zwischen Menschen und ihren künstlichen Assistenten nach. Der Beziehung auch zwischen Schöpfer und Kreatur - wie werden wir unsere künstlichen Freunde formen? Und: Wie formen sie umgekehrt uns? Ein Stück über die gesellschaftliche Bedeutung von Technologie und über die Verschiebungen im Menschenbild, wenn uns das Exklusivrecht auf Intelligenz verloren geht. Und über den alten Reflex, in der Maschine immer auch den Menschen zu sehen. Von und mit: Ernestyna Orlowska, Tanja Turpeinen und Daniel Klingen Borg Mentor, Sparte Choreographie/Performance: Nils Amadeus Lange Bühnenbild, Licht: Jimena Cuegat Kostüm, Assistenz Bühnenbild: Sinae Yoo [caption id="attachment_357" align="alignnone" width="1024"]Foto: Sinae Yoo Foto: Sinae Yoo[/caption]

Interaktiv – Premiere!

 

Social Space Agency

Turing Anti Turing Test

Auf dem MSF sind Androiden gesichtet worden. Alles, was wir von ihnen wissen, ist, dass sie an sog. conditionals leiden -- Programmierfehler, die sich in kleinen eigenartigen Verhaltensweisen äussern. Weshalb die Androiden das MSF aufgesucht haben, was ihr Ziel sein könnte, ist allerdings immer noch unklar. Wir gehen davon aus, dass ihre Absichten nicht ganz friedlich sind. Darum wird geraten, die Androiden schnellst möglich zu identifizieren und auszuschalten. Eine Spielanlage von SoSA in Anlehnung an den Film Blade Runner. Achtung, nicht erwischt werden! sosa

Party

 

Biru Bee

Unartificial Beats

Eine sehr unkünstliche und stadtbekannte Intelligenz macht den Festivalabschluss auf dem Dancefloor: Biru Bee vom DJ-Kollektiv Round Table Knights wird hinter den Plattentellern mit viel Soul für einen schönen Mix aus Digitalem und Analogem besorgt sein. Dazu gibt es AI-Visuals und noch die eine oder andere Überraschung aus dem Maschinenpark.

Biru auf Soundcloud

Film – Premiere!

 

The Drollinger Solution

Sarah Elena Müller und Roger Fähndrich

Ein Essaythriller von Sarah Elena Müller und Roger Fähndrich. Premiere! Sarah und Roger, zwei zwanghafte Kontrollfreaks, versetzen sich mit Hilfe einer futuristischen Technologie selbst in ein künstliches Koma. Auf diese Weise wollen sie sich von ihren verkrampften Denkstrukturen lösen. Das zwielichtige Programm F.O.X. führt sie durch ihr Unterbewusstsein – doch das Experiment läuft aus dem Ruder, als sich die beiden gegen die Verknüpfungstätigkeit von F.O.X. zu sträuben beginnen. DrollingerSolutionStill

Performance/Installation

 

Cod.Act

Nyloïd

Ein dreibeiniges Monstrum, ein trotzendes und schreiendes, am Boden festgezurrtes Maschinenwesen. Der Nyloid, eine Soundskulptur des Schweizer Künstlerduos Cod.Act, wird im Garten des Naturhistorischen Museums lebendig – sich zu nähern passiert auf eigene Gefahr.

Nyloïd im Web

Nyloïd, codact

Theatrale Installation

 

Bernhard Schneider/SKILT

Freedom Club oder Ted Kaczynski war ein Freund von mir

Müssen wir uns vor den Maschinen fürchten? Im Englischen kam unlängst der Begriff „AI Anxiety“ auf, Furcht vor Künstlicher Intelligenz. Die Warner wurden immer zahlreicher, von Tesla-Gründer Elon Musk bis zum Physiker Stephen Hawking. Sie haben einen unheimlichen Vorläufer: Ted Kaczinsky, der Unabomber, beschrieb in seinem Manifest aus dem Jahr 1995 bereits, wie kluge Maschinen die Kontrolle über die Menschheit übernehmen. War er nun ein verwirrter Mörder oder ein prophetischer Gesellschaftskritiker? Eine theatrale Installation erlaubt einen Besuch bei Kaczinsky, in seiner Waldhütte.

SKILT im Web

Das Manifest im Web ted

Film

 

Lichtspiel

Menschmaschinen-Rolle

Perlen aus dem des Lichtspiel-Archiv: Mensch und Maschine in Dokfilmen, in frühen Science-Fiction-Streifen und schrägen Kurzfilmen.

Lichtspiel im Web

Interactive

 

AI Playground

 

Wir sind shoppen gegangen: Es gibt bereits so einige Spielsachen mit Künstlicher Intelligenz auf dem Markt. Am Festival richten wir ein Spielzimmer ein - es darf alles ausprobiert werden! rev

Lecture Performance – Premiere!

 

Daniel Saraga

Me, Myself and (A)I

Der Wissenschaftsjournalist Daniel Saraga führt ins Thema "Künstliche Intelligenz" ein. Und zeigt die philosophische Fallhöhe auf, wenn wir künstliche Wesen schaffen, die uns immer ähnlicher werden. Oder die zumindest zu lernen beginnen, wie Menschen zu sein. Wie war das mit dem Wort, im Anfang? Und wer hat das letzte? Vielleicht doch der Roboter? Und spielt das überhaupt eine Rolle: Sind wir nicht alle künstliche, kunstvolle, jedenfalls: unnatürliche Wesen? mip2_2_1

Performance

 

Bart Jansen

Everything is better when it flies

Wir haben einen Star im Programm! Bart Jansen ist seit ein paar Monaten Click-Millionär, dank diesem Film hier: Weil seine Katze überfahren wurde kam der Künstler auf eine besondere Idee: ausstopfen und in eine Drohne verwandeln - Orville bekam ein zweites Leben als Orvillecopter. Bart kommt mit seinem Partner in crime Arjen und einigen weiteren Drohnentierchen im Gepäck.

Interaktiv – Premiere!

 

Buser, Polivka, Werner

Her reloaded

Allein am Festival? Kein Problem, wir haben einen Escortservice der neuesten Generation im Angebot. Was im Film 'Her' noch als Science-Fiction daherkam ist dank der neuesten Entwicklungen in der Sprachverarbeitung nun tatsächlich schon Realität: Wir sind stolz, den Prototyp einen Smart Companions vorstellen zu können. Das Programm begleitet einsame Besucher über das Festivalgelände und weiss sehr charmant zu sein. Aber es hat, scheint es, auch ein paar Neurosen. Allzu menschlich, halt. Her-Joaquin-Phoenix-on-a-date

Tanz – Premiere!

 

Unplush

Labor

Unplush verwischt die Grenzen zwischen optimierten Menschen und vermenschlichten Maschinen. Was wenn man auch an unseren fehlerhaften Mechanismen herumschrauben könnte, bis wir so perfekt sind wie eigentlich nur Androiden in Sciencefiction-Filmen? Ein Tanzstück zum heutigen Optimierungswahn und zum zukünftigen Durcheinander von Natur und Technik. Willkommen im Labor, welcher Service darf es denn sein? Und bitte die Kreditkarte bereithalten, Perfektion ist nun mal nicht ganz gratis zu haben. Mit Marion Zurbach, Fhun Gao, Peter Cripps Clark, Maria Demandt und Irene Andreetto Unplush im Web labor

Musik – Premiere!

 

Florian Thalmann

Deep Dreamin' Music

Man kennt die Bilder von Google Deep Dream: ein Algorithmus wie auf LSD, der in harmlosen Landschaften plötzlich überall Viecher und Gesichter sieht. Was passiert, wenn man dieselbe Idee auf live gespielte Musik anwendet? Der Musiker und Informatiker Florian Thalmann aus London hat eine Maschine programmiert, die als artifizielles Bandmitglied von den Mensch-Musikern gespielte Motive aufnimmt und weiterverarbeitet. Kann sie einen Sinn im Spiel erkennen? Und kann sie sich ins Spiel integrieren?

Musik

 

Menschmaschine

Oli Kuster, Claire Huguenin, Christoph Utzinger, Kevin Chesham

Das Berner Projekt Menschmaschine covert Kraftwerk-Songs. Sie lässt die Roboter wieder lebendig werden. Und gibt der Elektronik Soul. Wir sind die Roboter? Nein, alles Menschen aus Fleisch und Blut. Und sehr agile Jazzmusiker dazu.

Menschmaschine im Web

Installation

 

Andres Wanner

The Robot Quartet

Roboter sind Pedanten. Ihnen gestellte Aufgaben führen sie exakt aus, ein ums andere Mal. Roboter sind aber auch reale Apparate, mit kleinen Eigenheiten und Fabrikationsfehlern. Der Medienkünstler Andres Wanner spielt mit diesen individuellen Eigenheiten, indem er kleine Roboter Kunst machen lässt, einfachen Algorithmen folgend. Am Anfang sieht das alles noch sehr maschinell und kontrolliert aus, doch nach und nach machen sich die Algorithmen selbständig und die Zeichnungen protokollieren den Fehler im System.

Das Robot Quartet im Web

The Robot Quartet, Andres Wanner

Installation

 

Cocktail Robots

Wien, Hannover, Linz

Zu Gast am Mad Scientist Festival: die Annual Cocktail Robot Awards aus Wien! Präsentiert werden vier aktuelle Cocktail-Roboter, die es locker mit den echten Barkeepern aufnehmen können, zumindest was den Unterhaltungswert des Mixens angeht. Und auch den Geschmack der Cocktails? Ein Turing-Test der schmackhaften Sorte: Drinks probieren und herausfinden, ob sie von Mensch oder Maschine kommen.

Annual Cocktail Robot Awards im Web robomoji - Mojito Roboter, Robert Martin

Performance/Workshop

 

Constant

Frankenstein Chatbot Parade

Die Künstlergruppe constant aus Brüssel erarbeitet mit Chatbots ein performatives Programm. In einem Workshop werden eigene Bots entwickelt und künstlerische Spielformen für die neuen Stars des Silicon Valley (Facebook, Google, Amazon arbeiten alle an eigenen schlauen Konversations-Maschinen) gesucht. Dabei wird der Code hinterfragt und der 'Ghost in the machine' auf künstlerische Weise zum Leben erweckt. Nehmen Sie teil an der Werkstatt! Das Ziel ist die Herstellung eines neuen Frankenstein sein, eine Publikation, wo die Interaktion zwischen Text, Mensch und Maschine ist nicht fiktiv Inhalt, sondern das Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses mit Joystick, um eine "Hybrid-Publishing-Maschine ausgeführt werden.

Filmprogramm


Intelligente Künstlichkeit

26. August – 8. September 2016

Kino Rex Bern

Kino Rex

 

Intelligent artificiality

A Nocturne film series about very human computer

Wenn Computer zu Filmfiguren werden: Zusammen mit dem Kino Rex zeigen wir eine kleine Retrospektive zu Künstlicher Intelligenz und sprechenden Maschinen in fünfzig Jahren Filmgeschichte, von Godards Alphaville bis zu Spike Jonzes Her. Die Mensch-Maschine-Beziehung auf unkörperliche Weise erzählt: Für einmal stehen nicht Roboter oder perfekte Replikanten im Zentrum – Maschinen, die wie Menschen aussehen -, sondern purer Ghost in the Machine: Rechenpower, die ein Bewusstsein erlangt hat und zu sprechen beginnt. Das Master Control Program in Tron funktioniert als Metapher für alle diese Figuren: Die ephemeren Stimmen der Maschinen sind meistens noch unheimlicher als zerstörerische Roboter à la Terminator, weil sie für ein Kontrollsystem sprechen, das im Hintergrund längst unbemerkt die Fäden zieht – und dessen davongaloppierende Intelligenz sich bald zu noch viel grösseren Taten berufen fühlt. Die aktuellen technischen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und insbesondere die grosse Renaissance der Chatbots (angefeuert von Facebook, Google, Amazon und Co.) machen diesen Blick zurück in zumeist gehörig dystopische Zukunftsszenarien umso lohnender. An den beiden Freitagabenden laden wir KI-Experten zu einem einführenden Gespräch im Rex-Foyer ein, jeweils um 21.30 Uhr.

Nocturne #1

26.8.2016 , 22.15 Uhr

Alphaville

Jean-Luc Godard

Der Geheimagent Lemmy Caution, dank Eddie Constantine eine Kultfigur des trivialen Detektivfilms, gerät in eine entmenschlichte utopische Stadt, in der Werte wie Liebe und Trauer gewaltsam ausgemerzt werden. Godard, der ab diesem Film zumeist die Drehbücher selbst verfasste, mischt auf ebenso intelligente wie anspruchsvolle Weise Science-Fiction- mit Film-noir-Motiven. Es gelang eine formal wie gedanklich eindrucksvolle filmische Reflexion, die in eine mögliche Befreiung durch Poesie und die Liebe mündet. «Paris ist (…) der Schauplatz der Konfrontation zwischen B-Ikone Lemmy Caution und einem Computergehirn, das in monotonem Singsang das technokratische Verbot von Liebe und Gefühlen rechtfertigt. Kaum ein Film demonstriert Godards Ästhetik der Paradoxa so schlagend wie Alphaville: bildprächtige Hinrichtungen im Schwimmbad, parodistisch anschwellende Musik, während Eddie Constantine die Fäuste sprechen lässt – Zitate-Taumel als angewandte Filmkritik.» (C.H., Filmmuseum Wien) Frankreich / Italien, 1965, 99 min, 35, F/d, Regie/Drehbuch: Jean-Luc Godard, mit: Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Jean-Louis Comolli, Jean-Pierre Léaud.

Nocturne #3

2.9.2016, 22.15 Uhr

Tron

Steven Lisberger

Tron sorgte bei seinem Erscheinen zunächst aus technischen Gründen für Furore: Die Disney-Produktion setzte mit ihren Spezialeffekten und ihren computeranimierten Passagen neue Standards und gilt deshalb als Meilenstein in der Geschichte der Computeranimation. Die Story handelt vom rebellischen Programmierer Kevin Flynn, der ein Komplott im IT-Konzern Encom aufdecken will. Bei seinen Recherchen wird Flynn ertappt und per Laser in den Encom-Mainframe transferiert. In den Weiten des Computersystems hat jede Software eine individuelle Gestalt und Persönlichkeit, entsprechend ihrer Programmierung. Hier muss der digitalisierte Nutzer Flynn gegen das böse Master Control Program antreten, welches die nette und anwenderfreundliche Datenpopulation unterdrückt. Flynn verbündet sich mit freiheitsliebenden Programmen, darunter das titelgebende Tron. «Die im Grunde naive, aber überaus reizvolle Idee des Computerinneren als eigene Lebenswelt hatte eine erstaunliche Halbwertszeit. Zudem kreierten die Designer um Regisseur Lisberger, darunter der französische Comic-Künstler Jean ,Moebius’ Giraud, einen distinktiven Look für Tron. (…) Kommerziell ein moderater Hit, sollte Lisbergers Film erst später seine nachhaltige Wirkung entfalten. Filmemacher wie der Pixar-Pionier John Lasseter erkoren Tron zum Vorbild, und die wachsende Fangemeinde bescherte ihrem Kultfavoriten ein langes Leben.» (David Kleingers, Der Spiegel) USA, 1982, 92 min, Digital HD, E/d, Regie: Steven Lisberger, Drehbuch: Steven Lisberger, Bonnie MacBird, mit: Jeff Bridges, Bruce Boxleitner, David Warner, Cindy Morgan, Barnard Hughes.

Nocturne #5

8.9.2016, 22.15 Uhr

Her

Spike Jonze

Posthumane Gefühle: Spike Jonze erzählt eine Romanze zwischen einem einsamen Mann und einem Betriebssystem mit der verführerischen Stimme von Scalett Johansson und inszeniert in seinem oscarprämierten Film die nächste Zivilisationsstufe als unheimliche Liebe zwischen Mensch und Computerprogramm. «(…) Theodore kommt irgendwann an den Punkt, wo er mit Samantha nicht mehr mithalten kann. Sie ist so schlau geworden, dass sie jede seiner Regungen, jede Nuance in seiner Stimme verstehen und richtig interpretieren kann – und ihr gemeinsames Glück könnte perfekt sein. Nur: Warum sollte Samantha an diesem Punkt stehen bleiben? Unendliche Möglichkeiten liegen vor ihr, die sie Theodore nicht einmal mehr beschreiben kann – seine menschliche Perspektive ist einfach zu begrenzt, um ihr immer komplexer vernetztes Denken zu erfassen. Und das scheint dann der Gedanke zu sein, der Spike Jonze über seine Geschichte hinaus keine Ruhe lässt: Wenn die Lernkurve der Maschinen erst so steil geworden ist, dass sie senkrecht Richtung Unendlichkeit weist – werden wir Menschen dann endlich gelernt haben, mit unserer Unvollkommenheit zu leben?» (Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung) USA, 2013, 126 min, DCP, E/d, Regie/Drehbuch: Spike Jonze, mit: Joaquin Phoenix, Scarlett Johansson (Stimme), Amy Adams, Rooney Mara, Olivie Wilde, Chris Patt.

Gespräch #2

2.9.2016, 21.30 Uhr

Gespräch über KI

Rex-Foyer

tba

Nocturne #2

27.8.2016, 22.15 Uhr

Colossus: The Forbin Project

Joseph Sargent

Der Film spielt in der heissen Phase des Kalten Krieges und handelt von einem Supercomputer mit dem Namen «Colossus», der von dem Wissenschaftler Charles Forbin entworfen wurde, um die amerikanischen Atomraketen zu kontrollieren. Bald entdeckt Colossus, dass er in der Sowjetunion ein Gegenstück hat, der dieselbe Aufgabe ausführt wie er selbst. Die beiden Computer bestehen darauf, zur Kontrolle miteinander verbunden zu werden, verbünden sich dann aber miteinander und drohen den Menschen damit, die ihnen anvertrauten Raketen zu zünden, falls ihre Bedingungen nicht erfüllt werden. «Colossus stellt die Apotheose der wahnsinnig gewordenen Maschine dar, denn seine Fehlfunktion erweist sich als Emergenz-Effekt, als Feature, das nicht direkt programmiert wurde, aber in der Soft- und Hardware-Konfiguration des Systems bereits angelegt war. Insofern ist Colossus auch ein Stellvertreter für die technologische Hybris des Wissenschaftlers, der, weil er alles zu kontrollieren meint, den Blick für die Komplexität verliert.» (Stefan Höltgen, f-film.de) USA, 1970, 100 min, Digital HD, E/d, Regie: Joseph Sargent, Drehbuch: James Bridges, nach dem Roman von D.F. Jones, mit: Eric Braeden, Susan Clark, Gordon Pinsent, William Schallert, Leonid Rostoff.

Nocturne #4

3.9.2016, 22.15 Uhr

Moon

Duncan Jones

Das eigene Ich ist rätselhafter als der Mond: Duncan Jones, der Sohn von David Bowie, erzählt von einem einsamen Astronaut, der einem beunruhigenden Geheimnis auf die Spur kommt. «Astronaut Sam Bell steht kurz vor dem Ende seiner dreijährigen Dienstzeit auf dem Erdtrabanten. Hier baut der Konzern Lunar Industries den Rohstoff Helium-3 ab, der die Energieversorgung der Menschheit sichert. Die Minenanlage funktioniert vollautomatisch, und Sam ist als alleiniger Bewohner der Basis Sarang für die Wartung der Maschinen verantwortlich. Sonst gibt es nur noch Roboter Gerty, der zuverlässig die technischen Funktionen der Basis überwacht und sogar das Haareschneiden beherrscht. Was soll da in den wenigen verbleibenden Tagen noch passieren? Natürlich eine Menge. Moon, das beeindruckende Langfilmdebüt von Duncan Jones, beginnt als Science-Fiction-Kammerspiel für einen Menschen und einen Roboter, entwickelt sich aber mit schwereloser Eleganz zu einem existentialistischen Thriller ohne Gewissheiten.» (David Kleingers, Der Spiegel) USA, 2009, 97 min, Digital HD, E/d, Regie: Duncan Jones, Drehbuch: Nathan Parker, mit: Sam Rockwell, Kevin Spacey, Dominique McElligott, Kaya Scodelario, Benedict Wong, Matt Berry.

Gespräch #1

26.8.2016, 21.30 Uhr

Gespräch über KI

 

tba

Infos

Dank an

 

 

  • Burgergemeinde Bern
  • Migros Kulturprozent
  • Naturhistorisches Museum Bern
  • Stadt Bern
  • GVB
  • haslerstiftung
  • Kino Rex
Merci Kino Rex und allen Unterstützern! Und an Google für den raschen Übersetzungsservice.

Infos

 

Kontakt

 

Preise

 

Eintritt

 

Naturhistorisches Museum: 30.-/20.-

ab 22 Uhr halber Preis! ab 23.30 freier Eintritt!

Kino REX: 17.-/15.-

Mit einem REX-Ticket (nur Nocturne-Filmreihe) 5.- Rabatt am Festivalabend!

Vorverkauf via Starticket